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==== Italien ==== In Italien etablierte sich Giacomo Puccini als einer der wichtigsten Opernkomponisten des Verismo (italienisch Realismus), der mit seinen Werken La Bohème (1896), Tosca (1900) und Madama Butterfly (1904) die Musik der Belle Époque prägte. Neben Puccini galten Ruggero Leoncavallo und Pietro Mascagni als weitere wichtige Vertreter des Verismo. Die stilistische Bandbreite der Verismo-Opern ist groß. Eine Gemeinsamkeit besteht in der realistischen Handlungen, die im niederen sozialen Milieu spielt und mit einem gewaltsamen Höhepunkt endet. Die Schauplätze der Handlung sind im ländlichen, exotischen und später auch im großstädtischen Raum verortet. Es besteht zudem eine Tendenz zur knappen, lakonischen Form. Frühe Verismo-Opern sind oft Einakter. Die Katastrophe, der Wendepunkt der Handlung, wird durch ein instrumentales Intermezzo von der vorhergehenden Handlung abgetrennt.
Quellen: de.wikipedia.org
==== Militärmusik ==== Die Militärmusik erlebte während der Belle Époque in vielen europäischen Ländern ebenfalls eine Blütezeit. Neben der oft ausschließlich damit assoziierten Marschmusik umfasst Militärmusik auch feierliche Musik mit religiösem Charakter (Choräle), Marschgesänge sowie Unterhaltungs- und Tanzmusik. Die Besetzungen der Militärorchester, die Professionalisierung der Musiker und die Ausweitung des Repertoires wurden vorangetrieben. Viele Militärkapellen konnten im Ballsaal oder in kleineren Räumen auch als Streichorchester auftreten. Es wurde üblich, dass Violinisten auch Saxophon spielten. Die Militärkapellen machten den Tanzkapellen zunehmend Konkurrenz. Es fanden Musikwettbewerbe und Festivals statt, bei denen Militärorchester aus verschiedenen Ländern teilnahmen und ihre Fähigkeiten zeigten. Diese Ereignisse trugen zur Popularität der Militärmusik bei und förderten nationale Gefühle und Patriotismus.
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=== Literatur und Theater === In der Belle Époque wandelte sich die europäische Literatur grundlegend. Der literarische Realismus und der literarische Naturalismus erreichten ihren Höhepunkt. Zu deren bekanntesten französischen Vertretern gehören Émile Zola mit Nana (1880), Germinal (1885) und La Bête humaine (1890). Die Literatur dieser Periode erstreckte sich vom Naturalismus über den Impressionismus und Symbolismus zum Expressionismus (Émile Zola, Guy de Maupassant, Marcel Proust, Anton Tschechow, Henrik Ibsen, Gerhart Hauptmann, Rainer Maria Rilke). Dekadenzdichtung (französisch décadence „Verfall“) ist die vage und umstrittene Bezeichnung für eine Vielzahl an literarischen Strömungen und Einzelwerken um die Jahrhundertwende (1900), deren Gemeinsamkeit in ihrer entschiedenen Ablehnung des Naturalismus liegt. Allgemeines Kennzeichen ist eine subjektivistisch-ästhetizistische Kunst- und Weltanschauung, die zu einer bewusst anti-bürgerlichen, anti-moralischen, anti-realistischen und anti-vitalen Selbstbestimmung führt und als Überfeinerung wahrgenommen wird. Diese Überfeinerung wurde als Symptom einer Zeit kulturellen Verfalls (vgl. Dekadenz) gedeutet und spätestens seit Friedrich Nietzsche zum Gegenstand einer polemischen Zeitkritik. Die Bezeichnung Décadence wurde von dem französischen Dichter Paul Verlaine eingeführt.
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Dieser sagte von sich selbst: „Je suis l’Empire à la fin de la Décadence.“ Dies heißt: „Ich bin das Reich am Ende der Dekadenz.“ Mit Reich ist die Epoche von Beginn des ersten französischen Kaiserreichs unter Napoléon Bonaparte bis zum Ende des zweiten Kaiserreichs unter Napoléon III. gemeint, das 1870 im Krieg gegen Deutschland unterlag. Während vor allem in der französischen Literaturszene die Sensibilität von Dichtern wie Charles Baudelaire gegenüber dem Sublimen, Rauschhaften, Stimmungsvollen und Morbiden zeitweise gefeiert wurde, veranschaulicht Nietzsche in Der Fall Wagner (1888) sein Negativurteil über eine moderne „Nervenkunst“ als Erschöpfung und Auflösung. Frankreich Seit 1877 veranstaltete der französische Schriftsteller Stéphane Mallarmé seine Mardis (Dienstagstreffen), bei denen er über Jahre hinweg junge Dichter wie Émile Verhaeren, Maurice Maeterlinck, Oscar Wilde, Joris-Karl Huysmans, Paul Valéry, André Gide, W. B. Yeats, Rainer Maria Rilke und Stefan George in seiner Privatwohnung in der Rue de Rome empfing. 1878 lernte er Victor Hugo kennen. Sein Schüler Paul Valéry sagte: „Mallarmé lebte für einen ganz bestimmten Gedanken: Er war besessen von der Vorstellung eines absoluten Werkes, das für ihn das höchste Ziel, die Rechtfertigung seines Daseins, den einzigen Zweck und den einzigen Sinn des Weltalls bedeutete.“ Seine Zweifel an der herkömmlichen Funktion von Sprache ließen Mallarmé zum Wegbereiter der modernen Lyrik werden.
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