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Viele seiner Ideen wurden später von Vertretern des Dadaismus, Surrealismus, Futurismus und Dekonstruktivismus (etwa Jacques Derrida) wieder aufgegriffen. Guy de Maupassant war ein Meister der kurzen Erzählform. Geschichten wie Der Schmuck (1884) und Bel-Ami (1885) bieten scharfsinnige Beobachtungen über die menschliche Natur und die Gesellschaft. Maupassant schrieb den Großteil seines Werks in einer Epoche mit eingeborenem Pessimismus, der an den Schwierigkeiten des Daseins wuchs. Pessimismus und Resignation wurden vertieft durch den verlorenen Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 und durch den Einfluss des Werks von Arthur Schopenhauer mit dessen Verdammtheit zum Leiden. „Der Mensch ist nach Maupassant kein moralisch handelndes, sondern ein biologisch unzulängliches, triebhaft fixiertes Wesen animalischen Zuschnitts, kurz –– ein unfertiger Entwurf“. […] Die die Menschen verbindenden Gefühle wie Freundschaft und Liebe sind brüchig und wenig dauerhaft, […] der Mensch ist isoliert und auf sich selbst zurückgeworfen. Die Gesellschaft bildet nach Maupassants Worten das Bild einer „ewigen, allumfassenden, unzerstörbaren und allmächtigen Dummheit“. Die Qual der Kreatur ist der Grundakkord vom Maupassant und sein Hauptanliegen. Die Uraufführung des romantisch-komödiantischen Dramas Cyrano de Bergerac von Edmond Rostand fand 1897 am Pariser Théâtre de la Porte Sainte-Martin statt.
Quellen: de.wikipedia.org
In Paris wurde erstmals 1881 das Theatrophon zur stereofonen Übertragung von Opern- und Theateraufführungen über ein Telefon bzw. die Leitungen eines Fernsprechnetzes vorgestellt. Das 1896 uraufgeführte Theaterstück König Ubu (französischer Titel: Ubu roi) des französischen Schriftstellers Alfred Jarry wurde später von Surrealisten und Dadaisten gleichermaßen gefeiert und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Der französische Kunstkritiker und Romanautor Octave Mirbeau zählt mit zu den schillerndsten Persönlichkeiten der französischen Belle Époque. Zu seinen bekanntesten literarischen Werken gehört der Roman Tagebuch einer Kammerzofe (1900), der mehrmals verfilmt wurde, unter anderem von Jean Renoir und Luis Buñuel. Ein Jahr zuvor provozierte Mirbeau bereits mit seinem Werk Der Garten der Qualen (1899): In einem paradiesischen Garten in China, lässt eine europamüde Engländerin Menschen auf furchtbarste Weise foltern. Sein bekanntestes und auch auf deutschen Bühnen sehr erfolgreiches Drama Geschäft ist Geschäft (1903) verspottet die eingebildete Allmacht von Geldaristokraten und Emporkömmlingen. 1892 veröffentlichte Émile Zola den Roman La Débâcle (Der Zusammenbruch), der zur Verbreitung des Wortes ‚Debakel‘ im allgemeinen Sprachgebrauch beitrug. Der Roman beschreibt den politischen und militärischen Zusammenbruch des Zweiten Kaiserreichs, der zugleich auch ein moralischer Zusammenbruch war.
Quellen: de.wikipedia.org
Zentrale Themen des Romans sind die Brutalität des Krieges und ihre Auswirkungen auf Soldaten und Zivilisten, der Verlust von Angehörigen und Freunden sowie die Zerstörungen und wirtschaftliche Folgen des Krieges.
Quellen: de.wikipedia.org
Die französische Schriftstellerin, Variétekünstlerin und Journalistin Colette verfasste ab 1896 eine Reihe von erfolgreichen Romanen, die in der Ich-Form mit vielen autobiografischen Elementen die Geschichte einer jungen Frau erzählen: Claudine à l’École, Claudine à Paris, Claudine en Ménage und Claudine s’en va. Der französische Schriftsteller und Dichter des Symbolismus Jean Lorrain war für sein Dandytum bekannt, er galt als Skandalreporter und schrieb unter anderem über die Pariser Nachtwelt. 1901 entstand sein heute bekanntestes Werk, Monsieur de Phocas. 1909 wurde der erste Teil des Fortsetzungsromans Le Fantôme de l’Opéra (Das Phantom der Oper) des französischen Journalisten und Schriftstellers Gaston Leroux in der Zeitung Le Gaulois veröffentlicht. Der letzte Teil des Romans erschien am 8. Januar 1910. Schauplatz der Geschichte ist die zwischen 1860 und 1875 erbaute Opéra Garnier in Paris. Ein Klassiker der literarischen Moderne und das Hauptwerk der französischen Romanliteratur des frühen 20. Jahrhunderts ist der von Marcel Proust zwischen 1913 und 1927 erschienene siebenteilige Roman Auf der Suche nach der verlorenen Zeit (französischer Originaltitel: À la recherche du temps perdu), in dem Proust die Geschichte seines eigenen Lebens als allegorische Suche nach der Wahrheit erzählt. Die französische Schriftstellerin Anna de Noailles veröffentlichte 1901 den ersten Band in einer langen Reihe von Gedichtbänden.
Quellen: de.wikipedia.org
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